…Sonnenwende…

…sei die Stille in der Stille… mitten im Wingert wo Hase und Igel sich gute Nacht sagen… friedlich ist es hier… und heute ist der längste Tag des Jahres… Sommersonnenwende…

…wir machen nur einen kurzen Ausflug zum Supermarkt um dann wieder die Ruhe zwischen den Weinreben zu genießen, bevor wir aufbrechen gen Neustadt…

…auf dem Weg dorthin überholen wir die alte Speyerbach-Lok und das Kind flippt fast aus… lustig, er weiß nämlich noch nicht, dass wir gleich damit fahren werden…

…am Bahnhof angekommen stelle ich fest, dass ich Dussel die Kamera über Nacht nicht geladen habe… prima… ich hoffe ein paar gute Bilder werde ich aber noch machen können…

…nachdem wir unsere Fahrkarten haben und das Kind zuende getanzt hat gelingt es mir tatsächlich ein ganz besonderes Bild zu schießen… aber das zeige ich euch heute nicht mehr… das ist zu schade um es nur mal schnell am Handy zu bearbeiten… dem widme ich mehr Zeit…

…die Fahrt ist spaßig, wenn auch ziemlich verrußt…

…in Elmstein gibt es Musik, Wein und Bratwurst… perfekt… das Kind darf sich die Dampflok von innen ansehen und überhaupt ist alles sehr faszinierend…

…Alles in Allem ein ganz toller Tag… ❤

…zurück in Neustadt warten wir auf das im Voraus bestellte Ruftaxi… vergeblich… der letzte Bus ist auch weg und Züge fahren ohnehin nicht mehr Richtung Mußbach… prima… wir steigen in den Bus zum Nachbarort und machen somit noch eine unfreiwillige aber lustige Nachtwanderung zurück zum Wohnmobil… mittlerweile ist es fast halb ein und am nächsten Morgen steckt uns der Ausflug noch ganz schön in den Knochen…

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…trotz Tag…

…allein, ohne andere Camper, mitten im Wingert wach werden… unbezahlbar… zwar dröhnt der Kopf etwas aber das ist ja selbstverschuldet…

…da wir hier inmitten eines ganz normalen Weingutes stehen gibt es natürlich auch keine Duschen… also heißt es morgens schnell in die Außentoilette des Gastronomiebetriebes und den Kopf ins Waschbecken stecken…

…guten Flug gehabt und jetzt ab auf die Fahrräder… im Nachbarort ist Hoffest mit Wein und Hüpfburg und alles Bio… vielleicht etwas viel Schickimicki für meinen Geschmack aber gut… wir sind froh nach der durch Müdigkeit verschuldeten Trotzattacke des Kindes dann doch hier gelandet zu sein…

…der Abend klingt aus im Loblocher Schlössel auf dem Weingut Estelmann… noch ein paar Trotzattacke des Kindes und irgendwann ist endlich Ruhe…… mir reichte für heute… echt… gute Nacht…

…morgen gibt es eine Überraschung… wir sind schon ganz gespannt 😉

…da fehlen einem oft die Worte…

…Lenkmanschette tauschen für Dummies… oder wie bestellt man am besten falsche Ersatzteile… also nicht wir aber der Händler und dann steht man dumm da, weil nix passt… man aber ja noch zum TÜV muß und Mitwochs fahren will und schon reserviert hat usw…

…lange Rede kurzer Sinn:

…Ernüchterung dann beim nach Hause kommen… die Schwimminsel für den Pool ist weg… das Kind weint… ich bin… ich weiß garnicht was ich bin… sicher ist, auf „natürlichem“ Wege hat sie den Garten nicht verlassen… ich frage mich warum jemand wegen 25 Euro macht, das mein Kind jetzt tottraurig ist… ich bin nichtmal sauer… ich rege mich nichtmal auf… aber der Mensch der so etwas tut, der tut mir leid… wie missgünstig, neidisch und unglücklich muß man sein…

…sollte, warum auch immer, der Mensch, der unsere Schwimminsel hat diesen Block zu lesen bekommen so wünsche ich ihm… tja was wünsche ich ihm denn… ich wünsche ihm, dass er mehr Glück und Zufriedenheit in seinem Leben findet und Neid sowie Missgunst loslassen kann…

…das Monster in der Lüftung rumpelt vergnügt vor sich hin während wir Richtung Koblenz rollen…

…am Horizont türmen sich allmählich die Gewitterwolken und die schwüle Luft schlägt mir ziemlich auf den Kreislauf…

…ohne Stau aber mit halben Sonnenstich schaffen wir es auf unseren schön einsamen Privatstellplatz in mitten der Weinfelder… besser kann es kaum sein…

…wir machen uns auf zur Eselsburg zum Essen… wunderbar einfach und lecker… ganz toll…

…die Maikäfer fliegen uns um die Ohren wie die Wilden… total süß… so viele Maikäfer auf einem Haufen hab ich lang nicht gesehen… und diese süßen Fühler… ich bin ganz verliebt…

…Abreisewetter…

…der aufs Dach prasselnde Regen weckt uns am Morgen… grenzt schon fast an Ruhestörung hier… das Wetter mindert zumindest den Trennungsschmerz ein wenig… dennoch bin ich traurig, als ich über die Brücke der lethargischen Zombiekarpfen laufe und weiß, dass ich gleich Abschied nehmen muß… und unterschwellig natürlich die Frage ob unser Pedro denn nun gleich gut gelaunt anspringt oder eher nicht… auch wenn wir nun schon soweit sind, dass wir vermutlich wissen woran es liegt, ist damit das Problem ja nicht behoben… wir werden einen Bypass legen müssen… aber für den Moment lässt er sich erstmal anstandslos starten… Danke dafür…

…wir fahren vom Platz und frühstücken im Corazon…

…der Regen prasselt weiter und weiter und der Wind peitscht das Meer auf… wir sitzen im Warmen und genießen unser vorerst letztes Essen mit Blick aufs Meer…

…die Bahn ist voll… es regnet und staut und regnet und staut…

…und regnet…

…und staut…

…zwischenzeitlich belese ich mich im Punkto Zusatzsoftware für Wii-Konsolen… wenn das so weiter geht werde ich noch zum Hacker… aber man muß Zeitfenster ja sinnvoll nutzen…

…wir stauen weiter durch den Regen bis schlußendlich der Endspurt dann doch sonnig ist… wegen eines Staus auf der A 4 führt uns der Rückweg dann noch nach Schevenhütte… was ein lustiger Zufall, da wir doch morgen dort die Talsperre besichtigen dürfen… darauf bin ich auch schon sehr gespannt…

…gegen 17 Uhr steht unser Pedro dann wieder wohlbehalten im Hof… wunderbar…

…tja… und dann sind wir wieder zuhause… zwar ist das Wetter bestens aber das Meer fehlt mir doch sehr…

…Acht…

…05:12 Uhr steht auf der Uhr, als das Kind neben meinem Bett rum hüpft… zum Glück kann ich es noch bis acht Uhr vertrösten, doch dann ist die Schmerzgrenze erreicht… ich muß aufstehen und den gestern ergatterten Kuchen mit Kerzen bestücken… Kinderaugen strahlen mich an… wunderbar…

…das Wetter spielt auch mit und der Tag beginnt mit Geschenken und Strand… die meisten sind nun wirklich abgereist hier und so haben wir den Strand ziemlich für uns alleine…

…mit angebrannten Nasen geht es zum Restemittagsgrillen und verabschieden von Papa… das ist leider mit dicken Krokodilstränen verbunden… auch meine Stimmung ist etwas gedrückt, denn Morgen geht es wieder nach Hause… schon fast vorbei der Kurzurlaub… zuhause wartet viel Arbeit und der Alltag… ein paar kleine Reparaturen am Wohnmobil und der TÜV müssen auch noch übers Knie gebrochen werden, zudem die Frage ob er denn morgen Mittag anspringen möchte…

…ich versuche all diese Gedanken auf morgen zu verschieben…

…irgendwie bin ich heute ohnehin nachdenklich und melancholisch… acht Jahre lang bin ich nun schon Mutter eines Wahnsinnig tollen Sohnes… acht Jahre in denen verdammt viel passiert ist… ich bin sehr dankbar dafür…

…der Abend in der Strandbar gefällt nicht nur uns sehr gut… auch das Kind ist, so denke ich, schlußendlich mit seinem Geburtstag sehr zufrieden… schließlich gibt es Pommes, Chicken Nuggets und Softeis mit Meerblick zum Sonnenuntergang…

… die Sonne bietet uns einen dramatischen Abschied und die Stare auf der Wiese nebenan versammeln sich langsam zur Nachtruhe, doch vorher klingt es als müsse man sich alle Geschehnisse des Tages haarklein erzählen… wunderbar… 🖤

…Vorbereitungen…

…20 Grad und Sonne am Morgen… altes Brot für die Zombiekarpfen… natürlich nur, damit sie uns nicht fressen… ich bin mir sicher, das würden sie sonst…

…wir sind patschnass und etwas verängstigt als die Monster mit uns und dem Brot fertig sind und während der Papa mit Handschellen an den Campingstuhl gefesselt wird beschäftige ich mich mit der Beschaffung von Geburtstagskuchen und ähnlichen Dingen…

…nachdem wir wieder pünktlich zum Regen am Strand ankommen flüchten wir vorerst wieder ins Lager und warten auf Besserung…

…diese kommt auch und der modifizierte Drache kann ausgiebig getestet werden… das lenkt zumindest das Kind ab…

…der Campingplatz leert sich langsam, die Pfingsturlauber ziehen ab und am Himmel ziehen Gewitterwolken auf… dafür haben wir nun die ganze Ecke hier für uns alleine… wunderbar… wir machen dann mal Abendessen… mehr wohl auch nicht mehr heute…

…Rudelstranden…

…noch mehr Besuch am Morgen… Drachen aufpimpen… Sonne tanken… das Kind hat Spaß und bastelt Flugzeuge…

…Bier einpacken und ab zum Strand… in Renesse ist offensichtlich Drachenfest und unserer will nicht in die Lüfte, während hier Flunkyball gespielt wird… lustig anzusehen ist es allemal…

…ganz entgegen der Wettervorhersage holen wir uns fast einen Sonnenbrand am Strand und auch die Betti kommt uns noch mit den Hunden besuchen…

…wunderbar… nur die fünf Millionen Quallen schmälern das Vergnügen ein wenig… wenn sie auch wirklich hübsche Farben haben muß ich nicht ausprobieren ob ihre Tentakel nun schmerzen oder nicht…

…die Zombiekarpfen mögen im Übrigen keine Füße zum Abendbrot…

…dann werden eben beeindruckende Bauwerke errichtet…

…gemütlich lassen wir den Tag ausklingen mit Grill und Bier und Verzäll in unserem Lager…

…es wird noch an Markisenstangen gebastelt und die To-Do Liste ausgebaut…

…Zombieapokalypse…

…rippel… rappel… rüttel… schüttel…

…der Pedro wiegt uns die ganze Nacht sanft in den Schlaf während draußen ein Sturm tobt… es zieht durch alle Ritzen und das Wohnmobil rappelt und wackelt… der Regen prasselt auf das Dach aber wir liegen gemütlich im warmen Bett…

…der Sturm hält an und der Weg zum Waschhaus wirkt wie ein unlösbares Problem… die Karpfen unter der Brücke reissen lethargisch ihr Maul auf, wenn man stehen bleibt… das hat irgendwas von Zombie-Apokalypse… dennoch schaffe ich es wieder erwartend unbeschadet zurück zum Wohnmobil… sogar Brötchen habe ich ergattert…

…im vorderen Bereich des Platzes stehen aufgereiht die Concorde Luxusliner… Einer neben dem Anderen… Einer größer als der Andere… mit Garage für den Smart im Heck usw… ab 300.000 € aufwärts bis ins unendliche…

…da steht man(n) dann morgens im Sakko vor der Türe um Schatzi’s Trethupe auszuführen… ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter aufstehen… scheint ja furchtbar glücklich zu machen so viel Geld… hat auch irgendwie was von Zombie-Apokalypse…

…ich muß lachen auf dem Rückweg zu unserem süßen Pedro (dem, so wie ICH finde, schönsten Wohnmobil auf dem ganzen Platz)…

…wir lassen uns zum Strand pusten und schaffen es zeitgleich mit dem Platzregen ins Strandkaffee… prima… auf dem Rückweg haben wir weniger Glück und werden Klatschnass…

doch wenige Minuten später kommt die Sonne raus und trocknet uns schnell, so dass wir weiter gehen können…

…einmal bis zum Supermarkt und dann zurück zum Platz… wo sich die nächsten versnobten Luxuscamper schon wieder anstellen wie die letzten Menschen, weil ihr Platz nicht in der Art und Weise befahrbar ist, wie sie das offensichtlich gerne hätten… verzogene Kinder und Trethupe inklusive… nun gut… die haben dann zum Glück einen anderen Platz bekommen und wir unsere Ruhe…

…besser spät als nie trifft dann auch der Rest ein und das Kind ist glücklich…

…Anlaufschwierigkeiten…

…mit Watte im Ohr und Tuch um den Hals geht es los… ich hoffe die Seeluft enthustet das Kind endlich… der Pedro will an der Tanke nur mit gutem Zureden anspringen und vor dem Aachener Kreuz ist ein Unfall passiert… wir rollen im Schrittempo (schreibt man mit drei T aber ich möchte das nicht… nein… nein…) gen Aachen… aber das macht nicht… solange man im Stau stehen darf und nicht der Grund für selbigen ist, ist alles in bester Ordnung… der LKW, welcher das Stauende offenbar übersieht bremst netterweise neben uns auf dem Standstreifen anstatt in unserem Heck… danke dafür… mich strengt das heute alles an… keine Ahnung… nicht mein Tag und ständig malen meine Gedanken den Teufel an die Wand…

…mir hilft es, wenn ich meinen Blickwinkel auf die Welt ändere und mich und meine Gedanken einfach nicht so ernst nehme…

…wir stauen uns nur langsam voran gen Küste und auf dem Rücksitz schnarcht es… ab und an pustet uns der Wind ein wenig zur Seite, was bei mir heute auch leichte Atemstillstände auslöst… aber ich wollte mich ja nicht ernst nehmen heute…

…nach 5 Stunden Fahrt sind wir endlich da… die Frau an der Rezeption erklärt mir irgendwas das mit meiner Reservierung nicht stimmt… nun gut… schlußendlich ist das wohl dann doch ok und wir dürfen auf den Platz… naja… wenn der Motor anspringen würde… irgendein Kontaktproblem offensichtlich… der Anlasser dreht nichtmal…

…hier gewackelt…

…dort gewackelt…

…aua heißer Motor…

…hier gewackelt…

…springt nicht an…

…dort gewackelt…

…springt nicht an…

…hier und dort geschüttelt…

…läuft… puh…

…DIE schwimmen offenbar lieber…

…und WIR werden auch nass… pünktlich mit Ankunft fängt es an zu regnen aber was soll ich sagen… irgendwie passt es ja zu diesem sonderbaren Tag also was sollˋs…

…ein Happyend gibt es dann später doch noch… mit leckeren Muscheln, Wein und Traumausblick bei Dickenz…

…und ganz vielen Sonnenstrahlen fürs Herz 🖤

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